Naturschönheiten

Der Naturlehrpfad der Baggersandseen um Veselí führt über die Dämme der ehemaligen Sandgruben. Auf einer 7 Km langen Trasse findet der Besucher 14 Orientationspunkte, wo Informationstafeln angebracht sind, die auf das Auftreten einzigartiger und zum Großteil auch geschützter Pflanzen- und Tierarten aufmerksam machen. Bei dem Baggersandsee ist der geschützte Standort einer Sanddüne, fast einen Hektar große Wüste mit einer besonderen Fauna und Flora.

Der Naturlehrpfad Borkovická blata (Borkovicer Sümpfe) führt durch ein Naturschutzgebiet mit einer interessanten und von ihrem Inhalt her auch spezifischen Gegend mit einer Torfflora und mit einigen Beispielen des mechanischen Torfabbaus, der hier vor Jahren erfolgte. Der größere Teil des Lehrpfades, der 6 Km misst, führt zum Teil Holzstege.

Greenway Bauernbarock führt durch Gemeinden mit die schönste Beispielen des schmucken Architektur. Radwanderwege misst 36 Km und besteht aus Veselí n. L. – Borkovice – Sviny – Mažice – Zálší – Klečaty – Komárov – Svinky – Vlastiboř – Záluží u Vlastiboře – Dráchov – Žíšov – Veselí n. L.

Eisenbahnknotenpunkt Von Veselí nad Lužnicí führen elektrifizierte Eisenbahnstrecken nach Prag, Budweis und weiter in den Böhmerwald, in die Gegend von Nové Hrady (Gratzen) und über die Grenze nach Österreich. Eine weitere Zweigstrecke führt über Jindřichův Hradec (Neuhaus) nach Brünn. In Richtung Třeboň und der tschechisch-österreichischen Grenze führt eine Strecke, über die kleinere motorgetriebene Züge quer durch das ganze Landschaftsschutzgebiet von Třeboň fahren. Die Zugverbindungen werden durch Touristen benutzt, die auch die Fahrräder und Boote auf diesem Wege befördern können. Die Geschichte der hiesigen Bahn reicht bis in die Zeit der Anfänge des Eisenbahnverkehrs in Böhmen selbst zurück.

REISEFÜHRER DURCH DIE MIKROREGION UM VESELÍ NAD LUŽNICÍ (VESELSKO)

Die Mikroregion um Veselí entstand im Jahre 2003 durch Zusammenschluss zwölf Gemeinden, die auf einem Gebiet mit einer Fläche von 13 Tausend ha mit mehr als 9000 Einwohnern liegen. Der Leitgedanke für ihre Gründung war es, wechselseitig ihre Kräfte zur Lösung der Aufgaben der weiteren Entwicklung der hiesigen Gegend zu vereinigen. Zur Mikroregion gehören neben der Stadt Veselí nad Lužnicí noch die Gemeinden Borkovice, Bošilec, Drahotěšice, Drahov, Dynín, Mazelov, Mažice, Neplachov, Řípec, Sviny, Újezdec, Val, Vlkov, Vlkov u Ševětína, Zálší, Zlukov und Žíšov und die Gemeinden Hamr, Horusice, Klečaty und Lhota welches haben keine Gemeindeamt. Das Zentrum des ganzen Gebietes ist Veselí nad Lužnicí, welches seit langem nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das kulturelle Zentrum der weiten Umgebung, einer eigenwilligen Gegend ist, die tschechisch Veselsko genannt wird, manchmal auch Velká, oder Pšeničná Blata (Weizensumpf). Es war ein fruchtbares Gebiet mit reichen landwirtschaftlichen Gehöften, jedoch auch mit einer eigenwilligen Kultur, typischen Trachten und einer schmucken Architektur, dem sog. Bauernbarock. Viele Denkmäler der Geschicklichkeit einfacher Maurer vom Lande, die die einzigartigen Giebel der Landhäuser schufen, sind bis in die Gegenwart erhalten geblieben.

Das Gebiet um Veselí grenzt an seinem südlichen Rande an die Teichlandschaft von Třeboň, wo sich ausgedehnte, überwiegend Kiefer- und Flurwälder erstrecken. Ein großer Teil dieser Ebene ist Bestandteil des Landschaftsschutzgebietes von Třeboň, welches auch zur biosphärischen Reservation der UNESCO erklärt wurde.

Die Gebiete um Veselí und dem benachbarten Třeboň bieten ihre einzigartigen Natur- und auch historischen Schönheiten sowohl den Wanderern, als auch den Radwanderern, und nicht zuletzt den Wassersportlern. Die Liebhaber des Wasserwandersportes finden hier zwei saubere Flüsse - Nežárka und Lužnice (Lainsitz), die von ihrem Charakter her auch für weniger erfahrene Wassersportler befahrbar sind. Wer sich auf einem Boot auf deren Wasser begibt, durchfährt ausgedehnte Wälder, wo man oftmals ganze Stunden keinen Menschen erblickt, dafür den wunderschönen blauen Eisvogel, Sandschwalben, die ihre Nester im Innern der hohen lehmigen Ufer haben, und viele weitere seltene Tiere und auch Pflanzen. Die häufig Mäander bildenden Flüsse mit Sandufern und einem verhältnismäßig ruhigen Flusslauf, der nur hin und wieder durch kleinere Stufen und Stromschnellen unterbrochen wird, sind der Lohn für alle diejenigen, die sich über den Fluss auf den Weg gemacht haben. Über die gesamte Trasse finden die Wassersportler sowohl geeignete Camps, als auch zahlreiche Orte der Erfrischung. Direkt in Veselí erwartet die Wassersportler der schöne Kanufahrerzeltplatz Ostrov und für Interessenten gibt es hier auch den Bootsverleih Veronica Die Gegend um Veselí nad Lužnicí, die auf einem gewaltigen unterirdischen See mit qualitativ bestem Trinkwasser gelegen ist, ist mit einer Vielzahl kleinerer, größerer, jedoch auch der größten Fischteiche in Böhmen überhaupt besetzt. Sie sind wie Perlen, die überwiegend in tiefe Wälder eingesetzt sind, und die meisten von ihnen verbindet der Goldene Bach (Zlatá stoka), der in den Fluss Lužnice am Südrand der Stadt Veselí nad Lužnicí mündet. Die Fischteiche, die bereits seit dem 12. Jahrhundert durch hervorragende Fischermeister errichtet wurden, sind ein Andenken an die Zeit des Aufschwungs der Fischteichwirtschaft im durch die Rosenberger beherrschten Dominium an Stellen ehemaliger Moore und Sümpfe. Zu den größten Teichen gehört der Rožmberk, der direkt am Fluss Lužnice gelegen ist. In unmittelbarer Nähe der Stadt Veselí nad Lužnicí erstrecken sich die Wasserspiegel zweier großer Fischteiche, Horusický und Bošilecký, die direkt zur hiesigen Mikroregion gehören. Die Fischteiche sind große Sammel- und auch Nistplätze für Wasservögel. In großer Anzahlt halten sich hier Wildgänse und Enten auf, jedoch fliegen hierher auch die seltenen weißen Rohrdommeln. Beim Fischteich Horusický befindet sich das Naturschutzgebiet Ruda.

Viel besucht sind auch die ausgedehnten Baggersandseen um Veselí, die zum Baden geeignet sind, und die aufgrund der ehemaligen Sandförderung entstanden sind. Sie werden auch in reichem Maße von Fischern und Surfern besucht. Die Besucher finden dort Imbissstuben und bewachte Parkplätze, müssen jedoch die Besucherordnung einhalten, die diesen Lokalität schützt.

Veselí nad Lužnicí

Die zentrale Stadt der Mikroregion liegt am Zusammenfluss der Flüsse Lužnice, Nežárka und des Baches Bechyňský potok, der zwischen Wiesen und Wäldern der gesamten Sumpflandschaft dahin fließt. Die heutige Stadt mit 6.600 Einwohnern entstand im Jahre 1943 durch den Zusammenschluss mit dem benachbarten Mezimostí. Bis zu jener Zeit entwickelten sich beide Städte eigenständig und ihre Vertreter wehrten sich über lange Zeit gegen eine Verbindung der Städte zu einem Ganzen.

Veselí nad Lužnicí wurde bereits um das Jahr 1259 als Marktsiedlung urkundlich erwähnt, die sich an einem wichtigen "Salzsteig" befand, der durch eine heute bereits nicht mehr bestehende Feste geschützt wurde. Die Siedlung, die im Jahre 1362 das Stadtrecht durch König Karl IV. selbst erhielt, wo es zeitweilig zur Königlichen Krone gehörte, war die meiste Zeit im Besitz der Rosenberger. Veselí blieb stets eine offen Stadt ohne Stadtmauern, und litt daher oft durch verschiedene militärische Angriffe. Die Aufgabe des Befestigungswalls erfüllte die befestigte frühgotische Hl.-Kreuz-Kirche mit einem mächtigen Turm, die in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. In der Stadt lebten viele Meister unterschiedlicher Handwerke, es wurden hier verschiedene fröhliche Treiben (daher auch der Name veselí = fröhlich), Wallfahrten und regelmäßige Märkte veranstaltet. Es gab hier auch ein Kurbad, ein Ziegelwerk und das prosperierende Stadtbrauhaus mit einem eigenen Hopfenfeld, von welchem der typische Brauereiturm mit dem Schornstein erhalten geblieben ist. Die Bedeutung der Stadt wuchs durch die Einrichtung des Bezirksgerichtes im Jahre 1852. Von den erhalten gebliebenen sakralen Denkmälern ist die kleine Kirche des Hl. Florian auf dem kleinen Platz und die Kapelle des Hl. Marcus am südwestlichen Stadtrand erwähnenswert. Auf dem Hauptplatz stehen drei historisch wertvolle Renaissance-Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, und zwar das Gebäude des ehemaligen Rathauses, das benachbarte Haus mit Sgraffiti, das der ehemalige Bürgermeister errichten ließ, und in welchem heute das Museum seinen Sitz hat. Das Haus Nr. 22 mit zwei ausdruckstarken Giebeln, wo heute eine Grundschule mit künstlerischer Orientierung untergebracht ist. Hier war einst die Post und diese Poststation von Veselí, wo die Pferdegespanne umgespannt wurden, war seit dem 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die wichtigste Poststation zum Umsteigen in Südböhmen, bevor sie später nach Budweis verlegt wurde.

Das ehemalige Mezimostí, dessen Gebäude im Delta des Flusses Nežárka standen, wobei dessen Ausläufer später zugeschüttet und der Fluss reguliert wurde, wurde oft durch Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen. Bereis der Name des Ortes (mezi mosty = zwischen den Brücken), der den Rosenbergern gehörte, belegt die Anwesenheit kleinerer Brücken und Furten, jedoch stammen die heutigen Brücken über beide Flüsse aus weitaus späterer Zeit. Der sich schrittweise erweiternde wichtige Eisenbahnknotenpunkt am Rande der Stadt war ein Vorbote auch der Entwicklung mehrerer Industrieunternehmen, die zumeist in seiner Nähe gegründet wurden.

Im Jahre 1993 kehrte nach langen Jahren in die Stadt wieder eine Mittelschule zurück, deren Bezeichnung Fachschule für den Schutz und die Schaffung der Umwelt verrät, warum ihr Standort gerade im Gebiet von Veselí und in der Nähe des Landschaftsschutzgebietes von Třeboň gewählt wurde. Innerhalb der Stadt entstand auch ein umfangreiches Sportareal, in welchem auch ein Eisstadion nicht fehlt. Die Besucher finden in der Stand ausreichende Einkaufsmöglichkeiten, jedoch auch gastronomische und Übernachtungsmöglichkeiten. Alle näheren Informationen sind im Informationszentrum der Stadt erhältlich, welches auf dem Platz T. G. Masaryk seinen Sitz hat.

Bestandteil der Stadt ist seit dem Jahre 1980 die Gemeinde Horusice, die 4 Km südwestlich von Veselí liegt. Das Dorf wurde bereits im Jahre 1294 als Gut der Herren von Hradec urkundlich erwähnt. veseli.cz  

+420 602353556

Hamr 27, Veselí nad Lužnicí, 391 81